Thomas John 1.Vorstand TC 66 Herzogenaurach im exklusiven Interview mit Tennis-in-Franken.de


Sehr geehrter Herr John,

 

laut Medienberichten entsteht in Herzogenaurach eine einzigartige Tennisanlage mit einem Investment von mehreren Mio Euro.

 

Können sie uns bitte einen kurzen Einblick in das Konzept und die Besonderheiten dieses Vorzeigeprojektes ermöglichen?

 

Thomas John: Wir haben vor 10 Jahren die Weichen gestellt für den Bau der neuen Tennisanlage, ein echtes Tennis-Premiumprojekt in Bayern. Der Verein ist finanziell solide aufgestellt und wir haben die sportlichen Voraussetzungen geschaffen langfristig erfolgreich zu sein. Mit unserem Motto „Leistungssport bringt Breitensport“ sowie unserem Fokus auf Jugend und Familien haben wir die Mitgliederzahl in diesem Zeitraum um mehr als 25% gesteigert. Weiteres Mitgliederwachstum auch mit mehr Mannschaften war und ist nur möglich mit einer neuen Anlage, welche jetzt im Oktober mit dem Spielbetrieb in der eigenen 4-Feld-Tennishalle eröffnet wird. Die Tennishalle ist auf dem neuesten technischen Stand und wartet u.a. mit einer Fußbodenheizung, einer modernen LED-Beleuchtung sowie einem besonders gelenkschonenden Bodenbelag auf. Im April 2017 wird dann die Außenanlage mit 8 Sandplätzen sowie 2 Dreiviertelfeldern für die Jugend in Betrieb genommen. Zwei der 8 Sandplätze sind sogenannte M-Plätze, sprich für Profiwettkämpfe ausgelegt.

 

Laut BTV Statistik 2016 hat der TC 66 Herzogenaurach momentan 241 Mitglieder. Welches Mitgliederpotential sehen sie für den TC 66 in den nächsten 5-10 Jahren?

 

Thomas John: Sportlich sind wir weiter auf dem aufsteigenden Ast und möchten hier in den nächsten Jahren noch eine deutliche Schippe drauflegen. Wir möchten von derzeit 20 Mannschaften auf über 30 Mannschaften anwachsen und damit für alle Altersklassen und alle Spielstärken das passende Angebot haben. Mit der neuen Anlage bieten wir unseren Mitglieder – Breiten- und Leistungssportlern aller Altersklassen - eine fantastische Infrastruktur zum Tennisspielen an. Die neue Anlage ist hier Verpflichtung. Kurzum: In 10 Jahren haben wir über 500 Mitglieder!

 

Die sportlichen Highlights 2016 waren sicherlich der Aufstieg der Damenmannschaft in die Bayernliga und der 2. Platz der Herrenmannschaft in der Bezirksliga. Welches langfristigen Ambitionen verfolgen sie sportlichen Bereich beim TC 66?

 

Thomas John: Unsere erste Damen- und Herrenmannschaft sind das sportliche Aushängeschild des Vereins. Unser bisheriges Ziel ist es mit beiden Mannschaften in der Landesliga zu spielen. Eine saubere Struktur braucht daher je 3 Damen- und Herrenmannschaften in einem sinnvollen Klassenabstand zueinander. Zudem bleibt es unser Ziel für jede Altersklasse Mannschaften anzubieten. Die erste Mannschaft jeder Altersklasse sollte sich auf Bezirksebene tummeln. Und: die Jugendarbeit bleibt unser Hauptaugenmerk.

 

Mit großem Interesse verfolgen wir auch die intensive Förderung der Kinder- und Jugendarbeit. Können sie unseren Lesern einen kurzen Einblick in die Konzeption von kindgerechten Tennisplätzen geben. Wie aufwendig gestaltet sich die Planung und mit welchen Kosten muß bei der Umsetzung ungefähr gerechnet werden.

 

Thomas John: Wie schon erwähnt legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Jugend! Zusammen mit unserem Sportwart kümmern sich zwei Jugendwarte sowie unser TC66-Trainerteam gemeinsam um die Bindung und Förderung unserer jugendlichen Mitglieder. Besonders wichtig war uns die Erstellung der sogenannten Dreiviertelfelder für die unter 12-jährigen Spieler. Diese zwei Dreiviertelfeldplätze sind ausdrücklich der Jugend gewidmet und ermöglichen hervorragende Trainings- und Spielbedingungen. Zudem haben wir ein konkretes Förderkonzept basierend auf dem Leistungsprinzip. Im Winter bieten wir perfekte Trainingsmöglichkeiten in Herzogenaurach an, insbesondere durch das Kinder- und Jugendlichentraining am Samstagvormittag. Zudem engagieren wir uns in den Schüler AGs Tennis in den Herzogenauracher Grundschulen und Kindergärten. Von den Kosten her ist ein Dreiviertelfeld nur unwesentlich günstiger wie ein normaler Tennisplatz. Die Investition in die Jugend ist es aber wert.

 

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg bei der Realisierung ihrer ehrgeizigen Pläne.

Wir werden den weiteren Verlauf gespannt verfolgen und auf unserer Facebook-Seite Tennis in Franken und www.Tennis-in-Franken.de darüber berichte.