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Sandra Reichel im exklusiven Interview mit www.Tennis-in-Franken.de zum Nürnberger Versicherungscup 2013.

 

Turnierdirektorin: NÜRNBERGER VERSICHERUNGSCUP

29.05.2013

 

 

 

Wie zufrieden sind Sie mit dem Teilnehmerfeld für die erste Ausgabe des Nürnberger Versicherungscups? Welche Spielerin vermissen Sie in der Meldeliste und über welche Zusage haben Sie sich am meisten gefreut? (Tennis in Franken)

Sandra Reichel: Ich bin sehr zufrieden mit dem Teilnehmerfeld. Die letzte Spielerin, die sich direkt für das Hauptfeld qualifiziert hat, belegt Platz 90 in der WTA-Weltrangliste. Das ist sehr beachtlich für ein Turnier dieser Größe, und für ein ganz neues Turnier allemal. Wir haben neun Spielerinnen, die unter den Top-50 gelistet sind und insgesamt verzeichnen die Teilnehmerinnen 43 Turniersiege auf der WTA-Tour. Ich hätte natürlich gerne Angelique Kerber in Nürnberg dabei gehabt und sie wäre auch gerne gekommen. Nur lassen es die WTA-Statuten leider nicht zu, da sie in diesem Jahr schon ein Turnier dieser Kategorie gespielt hat. Sehr gefreut habe ich mich die frühen Zusagen von Julia Görges, Andrea Petkovic und Annika Beck. Aber auch Alize Cornet, die gerade in Straßburg gewonnen hat, die Italienerin Flavia Pennetta und Stuttgart-Halbfinalistin Bethanie Mattek-Sands sind Spielerinnen, auf die ich mich sehr freue.

 

Glauben Sie, dass sich der Nürnberger Versicherungscup neben dem Porsche Cup als zweites deutsches WTA-Turnier langfristig etablieren und zu einer festen Bestandsgröße im Turnierkalender der WTA werden kann? (Felix Staudacher / TC Rothenburg/Tauber)

Sandra Reichel: Ja, daran glaube ich ganz fest. Mit der NÜRNBERGER Versicherung arbeiten wir mit einem Partner zusammen, der es gewohnt ist, in langfristigen Kategorien zu denken. Das hat der  Vorstandsvorsitzende Dr. Armin Zitzmann auch mehrfach betont. Ich selbst veranstalte seit Jahren erfolgreich die NÜRNBERGER Gastein Ladies und die Generali Ladies in Linz und bin zuversichtlich, auch in Nürnberg den NÜRNBERGER Versicherungscup dauerhaft zu etablieren. An diese Stelle muss ich aber einen Appell an die bayerischen Tennisfans loswerden: Helfen Sie mit, das Turnier hier in Mittelfranken zu einer festen Größe zu machen. Unterstützen Sie das Turnier durch Ihren Besuch!

 

Gibt es eine Lokalmatadorin beim Versicherungscup und falls ja, wie stehen deren Chancen weit zu kommen? (TV 1881 Altdorf Herren)

Sandra Reichel: Eine Lokalmatadorin gibt es nicht direkt. Julia Görges hat aber einen sehr engen Bezug zu Nürnberg, da ihre Mutter aus Nürnberg stammt. Julia hatte zuletzt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Ich gehe aber davon aus, dass sie in Nürnberg fit sein wird und dann auch große Chancen hat, sehr weit zu kommen. Vielleicht wird in der Qualifikation eine Spielerin der Region mit einer Wildcard ausgestattet, das ist aber noch nicht sicher.

 

Wie gut passt Ihnen als Veranstalter die Datierung des Nürnberger Versicherungscup im Turnierkalender - unmittelbar nach den French Open und relativ zeitnah vor Wimbledon? (Michaela W. /ohne Verein)

Sandra Reichel: Es gibt viele Spielerinnen, die nicht direkt nach den French Open auf Rasentennis umsteigen, sondern die Sandplatzsaison noch etwas verlängern wollen. Für die ist das Turnier perfekt platziert. Auch für die eine oder andere Spielerin, die überraschend früh in Paris ausscheidet, kann Nürnberg eine gute Alternative sein. Wir sind mit dem Termin zufrieden, werden aber natürlich die Entwicklung genau beobachten.

 

Wie attraktiv halten Sie Nürnberg als Austragungsort sowie die Tennisanlage des 1. FCN für dieses Turnier? Inwieweit kann der Nürnberger Versicherungscup von diesem Standort profitieren? (Tennis in Franken)

Sandra Reichel: Die Metropolregion Nürnberg ist unserer Meinung nach perfekt für dieses Turnier. Mit den angrenzenden Städten Erlangen und Fürth, mit Bamberg und Bayreuth, mit den Tennishochburgen Amberg und Weiden, mit Hof und Coburg im Norden ist  das Einzugsgebiet ja riesig. Alleine im  Tennisbezirk Mittelfranken gibt es, wie uns der Bayerische Tennis-Verband  mitgeteilt hat, mehr als 320 Vereine mit rund 45.000 Mitgliedern. Das sind gewaltige Zahlen, gerade für mich Österreicherin (lacht). Vielleicht gelingt uns mit dem NÜRNBERGER Versicherungscup eine Initialzündung, dass der Tennissport in der Region sogar eine noch größere Rolle spielen wird, gerade bei Kindern und Jugendlichen. Die Tennisanlage des 1. FC Nürnberg ist grundsätzlich ebenfalls sehr gut geeignet, und wir sind dort derzeit dabei, die Infrastruktur noch zu verbessern. Sie werden überrascht sein, wenn Sie das Turnier besuchen …  

 

Welche internationale Spielerin ist für Sie neben den deutschen Vertreterinnen die heißeste Aspirantin auf den Turniersieg bei der Debütausgabe des Nürnberger Versicherungscups? (Felix Staudacher / TC Rothenburg/Tauber)

Sandra Reichel: Grundsätzlich gebe ich als Turnierveranstalterin keine Tipps ab, da verhalte ich mich ganz neutral. Doch abgesehen davon, traue ich mir auch gar keinen Tipp zu, da das Feld so unglaublich dicht und ausgeglichen ist. Eine Bethanie Mattek-Sands kann hier genauso gewinnen wie Alize Cornet, Klara Zakopalova oder viele andere. Lassen wir uns überraschen.

 

Glauben Sie an einen deutsche Grand-Slam-Siegerin in den nächsten 5 Jahren? (Tennis in Franken)

Sandra Reichel: Das Potenzial der deutschen Spielerinnen ist unglaublich, ich traue ihnen wirklich alles zu. Angelique Kerber und Sabine Lisicki standen bei Grand-Slam-Turnieren ja schon im Halbfinale, da ist es nur noch ein kleiner Schritt. Und wenn ich mir die jungen Nachwuchsspielerinnen anschaue, ist mir vor der Zukunft des deutschen Tennissports sowieso nicht bange. Also, ich beantworte diese Frage mit „Ja“.

 

Mit wie vielen Zuschauern rechnen Sie über die kompletten 8 Turniertage? (TV 1881 Altdorf Herren)

Sandra Reichel: Diese Frage treibt mich selbst um. Der Center Court fasst 2.000 Zuschauer, und ich würde mich freuen, ihn gerade beim Premierenturnier einige Male ausverkaufen zu können. Aber eine Gesamtzahl zu nennen, fällt mir schwer.