Sportas Geschäftsführerin Claudia Schneider im exklusiven Interview mit Tennis in Franken

Am 06.12.2015 haben wir den Blog „Sandplatztennis im Winter? Macht es Tennis-Force wirklich möglich?“ veröffentlicht. Die Resonanz und das Feedback unserer Fans ist überwältigend. Mit mittlerweile über 1.500 Aufrufen hatte sich der Blog bereits nach kurzer Zeit unter den 10 beliebtesten Tennis in Franken Blogartikel etabliert und jeden Monat kommen weitere 50-100 'Klicks' dazu. Ein Grund mehr für ein Interview mit Claudia Schneider von Sportas.

 

Sehr geehrte Frau Schneider, das Interesse an Tennis-Force-Plätzen scheint momentan sehr hoch. Können sie bitte nochmals die wesentlichen Merkmale und Vorteile der Tennis-Force-Plätze zusammenfassen.

 

Claudia Schneider: Tennis Force® Plätze sind durch die wasserdurchlässige und frostsichere Basisdecke ganzjährig bespielbar und verfügen gegenüber herkömmlichen wassergebundenen Ziegelmehldecken über eine gebundene trittfeste und zähelastische Spieldecke, die durchgehend ebenflächig ist. Die PVC-Tennislinierung wird dauerhaft und fest eingelegt. Das Ballabsprungverhalten auf diesen Plätzen ist vergleichbar mit gut verfestigten und gut gepflegten wassergebundenen Ascheplätzen. Von der ITF ist dieses System als Clay Court in der Kategory – 1 – Slow eingestuft worden. Zur allgemeinen Information. Neben dieser Court Pace Rating Categorie gibt es noch noch Medium–Slow, Medium, Medium-Fast und Fast. Die Tennis Force Plätze werden durch die Sandoberfläche wie normale Sandplätze bewässert.

 

Eine besonders interessante Variante gerade für Traglufthallenplätze stellt Tennis Force® ES (Elastic Slide) dar. Auch dieses Gleitbelagssystem ist ganzjährig bespielbar und verfügt über eine durchgehend trittfeste und zähelastische Basisdecke. Allerdings muß dieser Boden nicht bewässert werden. Die Bälle verfärben sich nicht, das gesamte Hallentraglufthallenklima ist wesentlich angenehmer, sehr gute gepflegte Optik (durchgehend Ziegelrot) bei einem Ballabsprungverhalten wie bei gut verdichteten Ziegelmehlplätzen.

 

Gerade bei den extremeren Witterungsbedingungen ist Tennis Force gut geeignet, da die Basisdecke nicht groß beschädigt werden kann, wie bei wassergebundenen Decken die bei Frost/Starkregen/Hagel, etc. doch ein ganz spezielles Handling der Platzwarte benötigen.

Diese Plätze sind für Mehrzwecksport und Rollstuhltennis geeignet und können auch mit anderen gut profilierten Sportschuhen bespielt werden, ohne die Tennis Force Basisdecke zu beschädigen.

 

Es gilt dennoch zu beachten, das Tennis Force Böden pflegearm aber dennoch nicht pflegefrei sind.

 

Das große Interesse an Tennis-Force-Plätzen im Outdoor Bereich ist bekannt. Kürzlich hat uns aber auch ein unterfränkischer Tennisverein, der Tennis in Franken verfolgt, informiert, dass deren Tennishalle auf SPORTAS Tennis Force Indoor mit Ziegelmehl umgestellt wird. Eine Indoor Variante könnte für viele Mannschaften die Vorbereitung auf die Sommersaison deutlich erleichtern. Können Sie uns hier einen kurzen Überblick über die Indoor Variante geben.

 

Claudia Schneider: Unser Hallensystem Tennis Force® HS (Hydroslide-Tennisziegelmehl) wird seit dem Jahr 2005 von uns eingebaut. Der Vorteil besteht darin, daß wir durch den Ortseinbau vorhandene Unebenheiten in Tennishallen maschinell ausgleichen können, so daß eine durchgehend ebene Spieldecke hergestellt wird.

Dieser Boden ist durch die Abstreuung mit Hydroslide-Tennisziegelmehl sehr Gelenke schonend.

 

 Durch die spezielle Behandlung des Ziegelmehls muß die Fläche nicht bewässert werden. Das Spielverhalten und die Optik sind wie die bekannten Außenplätze, so das keine große Umstellung für die Spieler stattfindet. Gerade ein wichtiger Punkt auch für Trainer, wenn die Witterungsbedingungen (Regen oder zu große Hitze) ein Spielen draußen schlecht möglich machen.

 

Mannschaftsspiele in unseren Hallen werden auch von den gegnerischen Mannschaften gut angenommen, wenn aus Wettergründen draußen nicht weitergespielt werden kann und eine doppelte Anreise wegen der Entfernung/Zeitgründen nicht möglich ist.

 

Eine Umstellung auf Tennis-Force-Plätze geschieht natürlich nicht von heute auf morgen. Wie könnte ein typischer Ablauf bei der Umstellung von konventionellen Plätzen auf Tennis-Force-Plätze aussehen?

 

Claudia Schneider: Tennis Force kommt für Neubauten in Frage oder wo eine Grundsanierung von Tennisplätzen oder eine Sanierung im Hallenbereich ansteht. Wir haben auch bei Vereinen saniert, wo Plätze die lange nicht mehr genutzt wurden, wieder reaktiviert wurden. Eventuell kann ein Teil von Vorarbeiten vom Verein ausgeführt werden.

 

Es gibt für Tennisvereine zahlreiche Varianten Tennis-Force-Plätze zu finanzieren. Neben vorhandenen Eigenkapital könnten zum Beispiel die Finanzierung durch Spendenbausteine oder Sponsoring unterstützt werden. Welche Finanzierungsmöglichkeiten haben sich aus Ihrer Sicht für Tennisvereine bisher bewährt?

 

Claudia Schneider: Wir haben mit vielen Vereinen zusammengearbeitet, die die Umstellung auf Tennis Force Plätze durch die finanzielle Unterstützung der Gemeinde, des Kreissportbundes/Landessportbundes/BLSV, durch die Mitglieder, durch ortsansässige Banken und Unternehmen sowie vieler Spenden ortansässiger Firmen und Privatpersonen möglich machen konnten.

 

Service für unsere Leser:

 

Für unsere Leser haben wir auf unserer Homepage den Link www.tennis-in-franken.de/tennis-force-tennisplätze/ mit einer Übersicht aller Tennis-Force-Anlagen in Franken erstellt.

 

Auch die Tennishalle der TG Schweinfurt wird sobald die Plätze spielbereit sind hinzugefügt. Wir empfehlen unseren Fans einfach mal die Plätze selbst zu testen. Uns haben die Eigenschaften der Tennis-Force-Plätze bisher absolut überzeugt.

 

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit Sportas.

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