Angriff des Titelverteidigers, Nadal-Bezwingers und der ehemaligen 5 der Welt

Wer sich das Teilnehmerfeld für den Bauer Watertechnology Cup in Eckental zu Gemüte führt, reibt sich verwundert die Augen: Mit Titelverteidiger Steve Darcis schlägt tatsächlich die aktuelle Nummer 68 der Welt vom 28. Oktober bis 5. November im HOUSE OF SPORTS auf. Ein weiterer Paukenschlag ist die Zusage des ehemaligen Weltranglisten-Fünften Tommy Robredo aus Spanien.

 

Dass der letztjährige Finalist, Alex de Minaur aus Australien, mit Rang 188 die sogenannte „Alternatelist“ anführt und damit nach aktuellem Stand nicht direkt für das Hauptfeld qualifiziert ist, verdeutlicht die extreme Dichte des hochklassigen Feldes.

An der Spitze steht Steve Darcis, der in Tennis-Deutschland wahrlich kein Unbekannter ist. Nach seinem eindrucksvollen Turniererfolg in Eckental 2016 besiegte der Belgier im Februar dieses Jahres das deutsche Davis-Cup-Team in Frankfurt mit zwei Einzel-Siegen über Philipp Kohlschreiber und Alexander Zverev quasi im Alleingang. Auch die aktuelle Form stimmt: Vor einer Woche bezwang der 33-jährige beim ATP500-Turnier in Peking Top-10-Spieler Pablo Carreno Busta aus Spanien und musste sich erst im Viertelfinale dem Australier Nick Kyrgios geschlagen geben.

 

Noch bekannter als Darcis ist Tommy Robredo. Auch wenn der Spanier seine besten Zeiten hinter sich haben dürfte, steht sein Name für absolute Beständigkeit in der Weltspitze. Jahrelang mischte der Routinier vorne mit, 2006 gelang ihm der Sprung in die Top 5 der Welt. Vor vier Jahren konnte sich der Einhänder im Achtelfinale der US Open sensationell gegen Roger Federer durchsetzen. Zuletzt wurde der mittlerweile 35-Jährigen allerdings von Verletzungsproblemen geplagt und ist auf Rang 147 der Welt abgerutscht. Über die Challengertour will sich Robredo wieder nach oben kämpfen.

 

Zu den absoluten Publikumslieblingen in Eckental zählt Dustin Brown (ATP 124). Der 32-jährige Finalist von 2009 sorgt in der Tenniswelt nicht nur mit seiner langen Rasta-Mähne für Aufsehen, sondern vor allem durch sein spektakuläres Angriffstennis. Unvergessen bleibt sein völlig überraschender Zweitrundensieg in Wimbledon vor zwei Jahren gegen Rafael Nadal.

 

Mit zwei kürzlich errungenen Challengertiteln im Gepäck reist Maximilian Marterer (ATP 108) aus Stein bei Nürnberg in seine fränkische Heimat. Der aufstrebende Linkshänder ist so gut platziert wie nie zuvor in seiner jungen Karriere und auch auf dem schnellen Teppich in Eckental ein Anwärter auf den Turniersieg. Die weiteren Hoffnungen aus deutscher Sicht ruhen auf Yannick Hanfmann (ATP 134), Oscar Otte (ATP 136) und Yannick Maden (ATP 168).

 

Das illustre Starterfeld ergänzen schließlich zwei ehemalige Titelträger: Igor Sijsling aus den Niederlanden (ATP 127) gewann das Challengerturnier 2010, vier Jahre später triumphierte der Belgier Ruben Bemelmans (ATP 101). Turnierdirektor Marcus Slany ist begeistert: „Unsere Zuschauer und Fans dürfen sich wieder auf absolutes Spitzentennis vor der Haustür freuen.“

 

Alle Neuigkeiten rund um den Bauer Watertechnology Cup gibt es auch unter www.challenger-eckental.de.

 

Bericht: Fabian Reisch

Foto: Bertram Wagner

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