Weiß-Blau-Männer sind hungrig auf den nächsten Sieg - 2. Tennisbundesliga

WB Würzburg 7:2

„Sie waren bärenstark“, brachte Christopher Enser Bönisch, Mannschaftsführer der Zweitliga Männer des TC Weiß Blau Würzburg, die erste Saisonniederlage auf den Punkt. „Wir haben ganz schön Dresche kassiert.“ Wahrlich sah das 0:6 nach den Einzeln in der Statistik deutlich aus. Aber bei näherem Hinsehen entpuppten sich einige Partien doch als hart umkämpft. Eine deutliche Siegchance, aber dafür das Glück nicht auf ihrer Seite, hatten Würzburgs Nummer eins, Albert Montanes, und der an Position vier aufschlagende Pablo Figueroa.

Beide erkämpften sich je einen Satz und retteten sich in den abschließenden Match-Tie-Break. Auch dort ging es für beide äußerst eng zu. Montanes verlor mit 8:10, nachdem er beim Stand von 8:8 einen eigentlich einfachen Volley vergeigte, und Figueroa unterlag noch knapper mit 10:12. Mit dem Ansinnen, den Titelfavoriten zu ärgern, war es damit vorbei. Denn auch die übrigen Würzburger Recken hatten keine echten Erfolgsaussichten. Und das, obwohl Florian Mayer, 144. der Weltrangliste, gegen Würzburg nicht am Start war. Das schmälerte die Favoritenrolle der Gastgeber aber keineswegs. Statt mit Mayer bekam es Würzburgs Albert Alcaraz Ivorra mit dem Tschechen Marek Jaloviec zu tun und musste sich auch gegen ihn 4:6, 2:6 beugen.

 

Dafür entschädigten sich die beiden Spanier der Spitzenpositionen mit dem Doppelsieg. Im zweiten Einsatz nach dem Heimspiel der Vorwoche miteinander unterwegs, harmonierten sie schon wesentlich besser und sicherten sich den Sieg – wie könnte es anders sein – im Match-Tiebreak mit 10:6 nach vorangegangenem 4:6 und 6:1.

 

Den zweiten Punkt holte die chilenische Fraktion Jorge Aguilar/Figueroa. Endlich wieder vereint, landete das seit Jahren bestens eingespielte Duo einen deutlichen 6:3, 6:1 - Erfolg und gestaltete das Endergebnis mit 2:7 durchaus versöhnlich. Nah dran waren auch Filip Bergevi und Johannes Markel. Ausgeglichen in den Sätzen – den ersten gewannen sie 6:4, den zweiten verloren sie mit gleichem Ergebnis – mussten auch sie in den Match - Tiebreak mit dem schlechteren Ausgang. Sie unterlagen 4:10.

 

Blau Würzburg (Sonntag, 11 Uhr)

Nun heißt es für Enser-Bönisch & Co., diese von vornherein eigentlich einkalkulierte Niederlage schnell abzuhaken und sich der sonntäglichen Aufgabe beim TC Oberweier zuzuwenden. Zuvor will das Team allerdings den ohnehin guten Teamgeist noch weiter stärken. Nach einer weiteren Nacht in Großhesselohe geht es gemeinsam mit dem Mannschaftsbus nach Oberweier zur zweiten Auswärtspartie. „Im Schwarzwald soll die Luft ja bekanntlich gut sein“, hofft Enser-Bönisch auf ein

Erfolgserlebnis, „wir sind auf jeden Fall hungrig auf den nächsten Sieg.“ Allerdings wird auch das ein hartes Stück Arbeit werden, denn die Schwarzwälder lieferten sich am Freitagnachmittag zeitgleich einen harten Kampf beim TSV 1860 Rosenheim. Vier Einzel entschieden sich mit ausgeglichener Bilanz 2:2 im Match - Tiebreak und man ging mit 3:3 in die Doppel. Dort behielten die nächsten Würzburg er Gegner mit einem knappen 5:4 die Oberhand.

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