Klare Auftakterfolge für Witthöft, Beck und Siegemund

Der „Ladies Day“ beim fünften NÜRNBERGER Versicherungscup war ein Publikums-Hit: Bereits eine Stunde vor Spielbeginn (11 Uhr) sind die Fans Schlange gestanden vor dem Ticketschalter. Und sie haben sogleich einen Tennis-Leckerbissen serviert bekommen – von Carina Witthöft.

 

Die 22-jährige Deutsche, Nummer 80 der Welt, hat die Schwedin Johanna Larsson (WTA 54) mit 6:0, 6:1 vom Center Court gefegt. Jene Johanna Larsson, die im Vorjahr an der Seite von Kiki Bertens den Doppelbewerb gewonnen hatte. „Ob ich im Moment das Tennis meines Lebens spiele, weiß ich nicht. Ich fühle mich gut und freue mich jetzt auf das Match gegen Julia Görges“, meinte Witthöft. Ein spezielles Prestigeduell gegen die Landsfrau? „Nein. Natürlich gehe ich in jedes Match, um zu gewinnen. Ich verstehe mich mit Julia sehr gut, wir trainieren oft gemeinsam, haben aber noch nie gegeneinander gespielt.“ Morgen nicht vor 15.30 Uhr ist es soweit!

Laura Siegemund hat die „deutschen Damentennis-Festspiele“ eindrucksvoll fortgesetzt. Mit einem 6:0, 6:1-Erfolg über Deutschlands 19-jähriges Top-Talent Katharina Hobgarski zog die 29-Jährige ins Achtelfinale ein. Siegemund eröffnet den Spieltag am Mittwoch um 11 Uhr auf dem Center Court mit dem Match gegen die Tschechin Barbora Krejcikova. „Als Qualifikantin hat sie schon ein paar Matches absolviert, und sie hat nichts zu verlieren. Eine gefährliche Kombination“, erklärte Siegemund. Sie ist dennoch die klare Favoritin!

 

Katharina Gerlach ist die erträumte Sensation nicht geglückt. Die 19-jährige Deutsche hat gegen Titelverteidigerin Kiki Bertens zwar gekämpft wie eine Löwin, musste aber die Klasse der Nummer 19 der WTA-Rangliste anerkennen. Die Niederländerin gewann klar mit 6:2, 6:1. Ihre nächste Gegnerin: Annika Beck! Die 23-Jährige hat das interne Duell gegen Qualifikantin Lena Rüffer mit 6:3, 6:3 gewonnen und sich damit für das Achtelfinalmatch gegen Kiki Bertens qualifiziert. „Ich kenne Kiki schon lange, sie ist mit viel Selbstvertrauen hierher gekommen. Ich bin also nicht wirklich die Favoritin und mache mir keinen Druck“, sagte Annika Beck.

 

Unglücklich kämpfte Anna Zaja gegen Yaroslava Shvedova. Die 25-jährige Deutsche gewann den ersten Satz mit 6:3, schlug im zweiten Satz beim Stand von 5:3 zum Matchgewinn auf, als sie die Angst vor dem Sieg erfasst hat. Zaja verlor noch mit 5:7 und 1:6. Die Achtelfinalgegnerin von Shvedova ist wieder eine Deutsche: Tatjana Maria (2. Match auf dem Center Court).

 

Im letzten Match des Tages gewann die an Nummer 2 gesetzte Yulia Putintseva gegen Julia Glushko mit 6:4, 5:7 und 6:0. Glushko war als Lucky Loser ins Haupteld eingezogen, nachdem Genie Bouchard wegen einer Verletzung nicht am Turnier teilnehmen konnte.