Regionalliga Süd-Ost 2016 – Meisterschaft - Saison der Superlative

Die 1. Herren schlugen in der Saison 2016 im dritten Jahr in Folge in Deutschlands dritthöchster Spielklasse, der Regionalliga Süd-Ost, auf und schafften das, was keiner zu Beginn für möglich gehalten hatte: Die Meisterschaft!

 

Wie bereits in den Jahren zuvor, war den Spielern um Cheftrainer Goran Popov bewusst, dass in dieser professionellen Spielklasse das Niveau hoch und die vermeintlich schwächeren Gegner rar sein würden.

Die Spieltage fanden wieder komprimiert Samstag und Sonntag im Juli statt.

 

 

Das Team von Weiß-Blau konnte, dank großzügigem Engagement von Clubpräsident Herrn Michael Reizel, aus dem Vollen schöpfen und eine starke Truppe präsentieren.

 

 

 

Das Würzburger Team wurde an Position 1 von Albert Alcarraz-Ivorra, Carlos Taberner und Pedro Martinez-Portero, drei jungen Spaniern angeführt, die abwechselnd zur Verfügung standen. Somit konnte der Abgang der ehemaligen Nummer eins des Clubs, Oriol Roca-Batalla, kompensiert werden. Dieser war kurz vor Meldeschluss, trotz Zusage für Würzburg, zu einem Bundesligisten gewechselt. An Position 2 spielte der sympathische Chilene Jorge Aguilar, der bereits die neunte Saison für Würzburg aufschlug und mittlerweile in der Tennisakademie des chilenischen Superstars Nicolás Massú arbeitet. Die Position drei war mit Pablo Figueroa aus Schweden gut besetzt. An Position vier konnte mit Filip Bergevi, einem jungen schwedischen Tennistalent, der in den USA am College studiert, ein toller Sportsmann im Team begrüßt werden, der alle Erwartungen übertraf. Ab Position 5 stellten die Würzburger René Rügamer, Niclas Schmidt, Christopher Enser-Bönisch, Christian Kosolowski und im Doppel Johannes Markel ihr Können unter Beweis.

 

 

 

Zur Saison:

 

Bereits am ersten Spieltag wurde ein echter Überraschungssieg gegen den TC Rot Weiß Landshut eingefahren. In den letzten Jahren noch chancenlos unterlegen, konnten die Würzburger gegen den Meister von 2014 nach einem 3:3 in den Einzeln und 4:4 nach zwei von drei beendeten Doppeln das entscheidende Doppel noch „drehen“. So verzauberte das perfekt eingespielte Doppel Aguilar/Figueroa auf dem voll besetzten Centercourt die Zuschauer und wendete die drohende Niederlage trotz 3:8 Rückstand im Matchtiebreak ab. Würzburg gewann damit den Spieltag!

 

 

 

Der zweite Spieltag wurde souverän auf heimischer Anlage gegen den MTTC Iphitos München mit 7:2 gewonnen.

 

 

 

Den nächsten Krimi bekamen die Zuschauer am Spieltag 3 zuhause gegen die starke Mannschaft des TC Rot Blau Regensburg zu sehen. Dank Nervenstärke der Einzelspieler in zwei Matchtiebreaks, ging Würzburg nach den Einzeln mit 4:2 in Führung. Den nötigen Siegpunkt lieferte erneut das Doppel Aguilar/Figueroa.

 

An Spannung nicht zu überbieten war auch der darauffolgende Spieltag. Zu Gast beim TC Ismaning stand es nach den Einzeln unentschieden 3:3. Ein Doppel konnte gewonnen werden, ein Doppel ging an die Gegner. Wieder entschied das Doppel auf dem Centercourt. Diesmal standen Albert und Carlos mit dem Rücken zur Wand. In einem Hexenkessel tobender Fans und Mitspieler drehte Würzburg das Spiel und gewann das entscheidende Doppel in der Münchner Hitze 3:6 7:6 und 10:8 denkbar knapp. Der Bann war gebrochen, die Freude einzigartig und erstmals wurde realisiert, dass mit dieser Siegesserie ein Aufstieg möglich werden könnte.

 

 

 

Der nächste Spieltag brachte die Entscheidung. Der ebenfalls ungeschlagene TSV Rosenheim empfing den TC Weiß Blau Würzburg. Beide Teams wussten um die Bedeutung dieses Spieltags und versuchten die bestmögliche Mannschaft aufzustellen. Dies gestaltete sich für beide Teams nicht ganz einfach, da die Topspieler bei internationalen Weltranglistenturnieren in die Halbfinals und Finals vorrückten.

 

 

An Position zwei konnte Würzburg mit Pedro Martinez Portero, einem echten „Joker“, antreten, der für die beiden, im Halbfinale eines Future-Turniers spielenden Albert und Carlos, einsprang. Jorge Aguilar rutschte auf Position 1 und hatte mit Christopher Kas einen ehemaligen deutschen Daviscupspieler zum Gegner.

 

Bereits die erste Runde war an Spannung kaum zu überbieten. So erkämpfte sich Pedro in einem hochklassigen Match gegen Thales Turini den Sieg im Matchtiebreak mit 13:11. An Position 6 konnte Mannschaftsführer Christopher Enser-Bönisch ein bereits verloren geglaubtes Spiel noch drehen und siegte im Matchtiebreak 10:8.

 

Die 4:2 Führung nach den Einzeln lies sich Würzburg nicht mehr nehmen und gewann zwei Doppel zum 6:3 Endstand.

 

 

 

Spieltag 6 wurde gegen den TC Bamberg, welcher komplett auf ausländische Spitzenspieler in der Saison verzichtete, zum Durchlauf mit 9:0.

 

 

 

Am letzten Spieltag mussten die Würzburger gegen den starken Leipziger TC 1990 antreten. Ein Sieg war einzufahren, um die Meisterschaft nach Hause zu holen.

 

Eine Würzburger Niederlage gegen Leipzig und ein Sieg Rosenheims gegen Iphitos München am letzten Spieltag hätte die Meisterschale nach Rosenheim wandern lassen, da Rosenheim ein besseres Punkteverhältnis als Würzburg hatte.

 

 

 

Für Würzburg stand keiner der drei Spitzenspieler Albert, Carlos und Pedro zur Verfügung, da alle noch in Spanien im Halbfinale eines Weltranglistenturniers spielten. Es konnte - zum Glück - in letzter Sekunde, ein weiterer Spanier unserer Meldeliste nach Leipzig eingeflogen werden. Im Einzel sorgte René Rügamer mit dem „Match seines Lebens“ für einen wichtigen Punkt. Die Würzburger konnten dem Druck standhalten und gingen mit 4:2 in Führung, ehe zwei Doppel in engen Matches den Sieg perfekt machten. Das Wunder war vollbracht!!

 

 

 

Das vorgegebene Saisonziel „Klassenerhalt mit Platz 4“ wurde weit übertroffen. Somit schlagen die Würzburger Herren im Jahr 2017 erstmals in der Vereinsgeschichte in der 2. Bundesliga-Süd auf.

 

 

 

An dieser Stelle danken wir vor allem unserem Präsidenten und Sponsor Michael Reizel, ohne dessen Unterstützung diese Saison nicht möglich gewesen wäre!!

Eine einzigartige Meisterfeier in Würzburgs In- Disko waren das Highlight und der Abschluss des Würzburger Sommermärchens.

 

 

Besonderer Dank gilt unserem Coach Goran Popov, der uns während des gesamten Jahres mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat.

 

Nicht zu vergessen, ein Dankeschön an Kirsten Mittelsteiner für die gute Pressearbeit.

 

 

 

Vielen Dank auch unseren Zuschauern, die uns bei unseren Heim - und Auswärtsspielen unterstützt haben. Wir freuen uns mit euch auf die nächste Saison!

 

 

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