Maximilian Marterer (Fürth) klopft an!

Letzte Woche unterhielt ich mich mit einem Kumpel. Wir grübelten, wer nach Alexander Zverev noch als deutscher Youngster genannt werden kann. Daniel Masur war beim Davis Cup dabei - coole Sache. Jan-Lennard Struff ist natürlich noch kein altes Eisen. Doch ein Youngster? Nein!

Ich grub in meinen Gedanken. Und Zack! Da war er: Maximilian Marterer. Natürlich. Die aktuelle Nummer 167 der Welt hat es sich im Windschatten von Alexander Zverev gemütlich gemacht. Der Schatten ist noch so groß, dass der 21-jährige gemütlich in der Hängematte - ein Eis löffelnd - seine nächsten Schritte auf der Tour planen kann.

 

Während alle (Internet) Welt von den wunderbaren Erfolgen des Alex Zverev berichtet, kann Maximilian Marterer die buddhistische Ruhe um seine Person nutzen, um sich Schritt für Schritt Richtung Top 100 zu hangeln.

 

Kurz eine Frage auf den Platz geworfen: Wann gewann ein deutscher Youngster zwei Challenger-Turniere? Nicht weiter verwunderlich, wem dies gelang: Alexander Zverev. 2015 und 2014.

Und wann gewann zuletzt ein deutscher Youngster zwei Challenger-Turniere in Folge? Nicht lang her. Vor ein paar Wochen. Der Name des Youngsters? Maximilian Marterer.

Schon verrückt. Das deutsche Tennispublikum sehnt und fordert junge, talentierte Spieler, die unseren geliebten Sport wieder bestenfalls zurück ins Free-TV bringen. Doch ein Maximilian Marterer geht an vielen vorbei. Erst wenn Marterer dann freundlich aus den Top-100 grüßt, richtet sich das Schweinwerferlicht auf den jungen Mann aus Franken.

 

In welche Gebiete zeigt die Formkurve?

 

Wirft man einen Blick auf die Ergebnisse von Marterer in diesem Jahr fällt auf, dass er so gut wie alle Gegner schlug, die er schlagen musste. Ausbrüche nach oben und unten sind für einen jungen Spieler normal. Jedes Turnier wartet mit unterschiedlichsten Umständen, Bällen, Belägen und Abläufen auf. Ist die Asche beim einen Turnier noch stumpf und tief, ist sie beim Turnier die Woche drauf hart, rutschig und schnell. Die Bälle springen anders, die Gegner sind unbekannt - es gibt unzählige Variablen auf der Future- und Challenger-Tour.

 

Und genau deswegen ist die jetzt schon interessante Konstanz von Maxi Marterer zumindest zu notieren. Roberto Carballes Baena muss man erstmal schlagen. Elias Ymer gehört wahrscheinlich immer noch zu den Jungs, denen man in Zukunft mehr zutrauen darf. Alles Erfolge, die den Rückenwind Richtung Top-100 unterstützen.

 

Apropos Rückenwind. Da waren ja die zwei Challenger-Triumphe. In Folge. Fegt dieser Wind Maxi Marterer vielleicht schon nächsten Sommer in die Top-100? Es wäre allemal verdient.

In Stockton, dem letzten Challenger welches Marterer spielte, musste er leider in der zweiten Qualirunde verletzt aufgeben. Man konnte also noch nicht abschätzen, wie weit ihn der gewonnene Rückenwind tragen wird.

 

Was man aber sagen kann ist: Gute Besserung und viel Erfolg für die Zukunft!

 

Ein Bericht von www.Tennis-Insider.de für www.Tennis-in-Franken.de

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