Der Traum vom Heimsieg lebt weiter

Julia Görges und Annika Beck haben beim NÜRNBERGER Versicherungscup 2016 das Halbfinale erreicht. Beck entschied das deutsche Duell mit Anna-Lena Friedsam nach zwei Stunden und 18 Minuten mit 7:6(6), 2:6, 6:2 für sich. Görges profitierte von einer Oberschenkelverletzung ihrer Gegnerin Lesia Tsurenko. Die an Nummer vier gesetzte Ukrainerin konnte das Viertelfinale gegen die deutsche Fed-Cup-Spielerin nicht antreten. Beim WTA-Turnier in Nürnberg stehen damit erstmals zwei deutsche Damen in der Runde der besten Vier.

„Ich freue mich natürlich über den Einzug in das Halbfinale, hätte das Match aber lieber gespielt. Ich fühle mich sehr gut, wäre gerne auf den Platz gegangen. So habe ich heute nur ein bisschen trainiert und meine Kräfte für morgen gespart“ so Görges, die zuletzt im Januar in Auckland in einem WTA-Halbfinale stand. In Nürnberg trifft die deutsche Fed-Cup-Spielerin als nächstes auf die niederländische Qualifikantin Kiki Bertens. „Kiki ist eine sehr gefährliche Spielerin mit sehr soliden, aggressiven Grundschlägen. Sie bewegt sich gut, bekommt viele Bälle und kontert sehr geschickt. Ich werde versuchen, mein Spiel durchzuziehen, so wie in den ersten beiden Runden.“

 

Mit besonderer Spannung war am Metropolregion Nürnberg Tag das Viertelfinale zwischen den beiden Gesetzten Annika Beck und Anna-Lena Friedsam erwartet worden. Und die Partie hielt, was sie versprach. „Das war ein sehr gutes Match auf hohem Niveau. Der erste Satz war ein echter Krimi. Wir hatten beide Satzbälle, am Ende hatte ich das nötige Quäntchen Glück. Auch der dritte Durchgang war anfangs sehr eng. Am Ende war ich dann aber präsenter, habe aggressiver gespielt“, sagte Beck nach ihrem hart erkämpften Drei-Satz-Erfolg, der ihr erstmals seit September 2015 wieder ein WTA-Halbfinale beschert. Dort wartet sie auf die Gewinnerin der Partie zwischen Varvara Lepchenko aus den USA und der Kolumbianerin Mariana Duque-Marino. Das Match war am Metropolregion Nürnberg Tag dem Regen zum Opfer gefallen und wird am Freitag um 10:20 Uhr nachgeholt. Beck: „Ich werde mir morgen mindestens einen Satz anschauen. Wenn meine Gegnerin dann feststeht, werde ich mich gemeinsam mit meinem Coach auf das Halbfinale einstellen.“

 

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