Hauptfeld 3.Tag   Achtelfinalspiele auf hohem Niveau –Favoriten setzen sich durch Hochklassiger Thriller zwischen Marterer und Pauffley

Der Achtelfinaltag begann  mit zwei leidenschaftlich geführten Begegnungen, die länger als zwei Stunden dauerten. Dominik Boehler (GER) überfuhr den Tschechen David Poljak im ersten Satz mit 6:0 und führte auch im zweiten Satz schon mit Break. Dann Rebreak durch Poljak, umkämpfter Satzverlauf bis 5:5, schließlich Break Poljak und 7:5. Auch der Finalsatz knapp mit wechselvollem Verlauf, gegen Ende dann leichte Vorteile für den Tschechen und nach einigen umstrittenen Entscheidungen 6:4-Satz und Matchgewinn gegen den mit seinem Schicksal hadernden Wuerttemberger Boehler. Johannes Haerteis von der BTV TennisBase hatte mit dem an Nr.3 gesetzten Letten Martins Podzus, der im Vorjahr im Halbfinale am Turniersieger Jan Mertl (CZE) gescheitert war, ein hartes Los erwischt. Der junge  Recke Haerteis kämpfte engagiert, versuchte mit Angriffsbällen und Netzattacken den sehr konstant spielenden und exzellent aufschlagenden Letten zu bedrängen, scheiterte aber in den Endphasen beider Sätze beim 5:7/6:7 an der Cleverness seines Gegners, der die Ruhe bewahrte und dem vor allem im Tie-Break des zweiten Satzes (7:1) zum rechten Zeitpunkt spektakuläre Passierbälle gelangen. Nach gutem Spiel musste sich  der junge BundesligaSpieler Haerteis (1.FC Nürnberg) aus dem Einzelfeld verabschieden, konnte dies aber erhobenen Hauptes tun.

Das „Match des Tages“ führte Maximilian Marterer (GER), Nummer 1 der Setzliste, mit dem

Sieger von 2012 und 2013, Neil Pauffley (GBR) zusammen. Wer erwartet hatte, dass der Brite dem Druck des jungen Fürthers nicht standhalten würde, sah sich getäuscht. Pauffley spielte sein bestes Tennis mit kluger Taktik, hatte kaum Probleme mit Marterers harten Aufschlägen, retournierte sehr geschickt, ergriff mit gut platzierten Vorhandschlägen oftmals die Initiative und verbuchte auf diesem Wege viele Punktgewinne. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Match, das die erfreulich zahlreichen Zuschauer zu Begeisterungsstürmen hinriss. Erster Satz 7:6 Marterer, zweiter Satz 7:5  Pauffley, der Matchausgang völlig offen. Im Entscheidungssatz folgerichtig 6:6 und Tie-Break. Hier schnelle Führung für Marterer (5:1), dann nochmals Spannung, als Pauffley auf 4:5 herankam. Mit eigenem Aufschlag holte Marterer dann den Sieg mit 7:4 in einem Match, das eines Finales würdig gewesen wäre und vom Turnierdirektor Thomas Heil als das beste Match in 10 Jahren Turniergeschichte der Dittelbrunn Open bezeichnet wurde.

 

In den anderen Spielen setzten sich die Favoriten durch (Hirschmüller, Otte, Poljak, Sieber, Podzus, Schönenberg, Torebko), sodass morgen sehr interessante Viertelfinals anstehen..

 

 

Die Einzelergebnisse des fünften Tages:  

Martins Podzus (LAT) – Johannes Haerteis (GER) 7:5/7:6

David Poljak (CZE) – Dominik Boehler (GER) 0:6/7:5/6:4

Tom Schönenberg (GER) – Robin Kern (GER) 6:2/6:3

Oscar Otte (GER) – Keelan Oakley (GBR) 6:1/7:6

Christian Hirschmüller (GER) – Benjamin Hassan (GER) 6:2/7:5

Peter Torebko (GER) – Denis Kapric (GER) 0:6/6:4/6:1

Marc Sieber (GER) – Bernd Kossler (GER) 6:1/6:1

Maximilian Marterer (GER) – Neil Pauffley (GBR) 7:6(3)/5:7/7:6(4)

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