TC Bamberg feiert Erfolg in Burghausen 1. Schritt zum Verbleib in der Regionalliga ist gemacht

Foto: Erik Witzlinger - TC Bamberg
Foto: Erik Witzlinger - TC Bamberg

Auch wenn der  SV Wacker Burghausen  seine ersten 4 Spiele genau wie der TC Bamberg nicht gewinnen konnte, so waren die Ergebnisse gegen die spielstarken Mannschaften in der Tennis-Regionalliga doch deutlich besser als die der TCB-ler. Und so waren die Oberbayern am Samstag klarer Favorit in einem Spiel, bei dem bereits die Vorentscheidung über einen möglichen Abstieg in die Bayernliga fallen musste.

In der 1. Runden konnte der an Position 6 spielende Moritz Starke den ersten Satz bereits nach 20 Minuten für sich entscheiden und auch im 2. Satz ließ er keinen Zweifel daran aufkommen, dass er endlich den langersehnten ersten Matchpoint für sein Team erringen wollte.  6:2 und 6:4 hieß es am Ende gegen Bernhard Otter, der als Trainer in Burghausen arbeitet.

Vielversprechend verlief auch der erste Satz bei Macel Strickroth. Sein Gegner hatte seinem druckvollen und variantenreichen Spiel nicht viel entgegen zu setzen und musste den Satz mit 2:6 abgeben. Zu Beginn des 2. Satzes kam Falk Grohmann aber immer besser ins Spiel und konnte dem Bamberger gleich dessen Aufschlag abnehmen. Die Ballwechsel wurden jetzt immer länger und beim Stand von 5:2 für den Burghausener sah es stark nach einer Entscheidung im Matchtiebreak aus. Doch dann forderten die hochsommerlichen Temperaturen bei ihm ganz  offensichtlich ihren Tribut und die Nummer 4 von Bamberg nutzte dies konsequent aus. Gleich zweimal konnte er ein Break landen und entschied das Match mit 7:5 für sich.

Nicht so erfolgreich konnte Stefan Göllner sein Spiel gestalten. Sein italienischer Gegner Thomas Holzer, der im letzten Jahr noch im Finale eines ITF-Turniers stand,  erwies sich als zu stark. Nach dem 1:6 und 2:6 stand es somit nach der ersten Runde 2:1 für den TCB.

In der zweiten Runde hatte es der 16-jährige Patrick Schmitt mit dem sehr erfahrenen ATP-Veteranen Armin Sandbichler zu tun. Der Österreicher hatte das Spiel jederzeit unter Kontrolle und ließ seinem Herausforderer mit 0:6 und 2:6 nicht wirklich eine Chance.

Richtig spannend wurde es dagegen an Position 5, wo es Erik Witzlinger mit Oskar Männer zu tun hatte. Die ersten beiden Sätze verliefen aus Sicht des Bambergers mit 3:6 und 6:1 jeweils recht eindeutig. Im entscheidenden Matchtiebreak wurde es dann aber dramatisch. Nach kurzer Zeit lag Erik mit 2:7 beinahe aussichtslos zurück und beim Spielstand von 6:9 hatte sein Kontrahent 3 Matchbälle. Nervenstark und mit einer gehörigen Portion Frechheit – er spielte in dieser Situation gleich zweimal einen Stop- durchbrach er den guten Lauf seines Rivalen und verbuchte nach seinem 11:9 den 3. Matchpunkt für sein Team.

Ebenfalls im Matchtiebreak hatte Andi Tattermusch, die Nummer 1 des TC Bamberg, die Chance, für die anschließenden Doppel eine hervorragende Ausgangsposition zu schaffen. Nachdem die Partie mit 2:6 und 6: 3 gegen der Österreicher Johannes Ager, der in der letzten Saison noch in der 1. Bundesliga aufgeschlagen hat, recht ausgeglichen verlief, brachte eine Schiedsrichterentscheidung den Bamberger auf die Verliererstraße. Ein Aufschlagwinner von Tattermusch musste beim Spielstand von 7:8 wiederholt werden, weil ein „Aus“-Ruf der Schiedsrichterin den Ballwechsel unterbrochen hatte. Statt 8:8 stand es nach der Wiederholung dann 7:9 und auch der anschließende Punktgewinn konnte das Endergebnis von 8:10 nicht mehr verhindern.

Beide Mannschaften standen damit vor der Herausforderung, mindestens 2 Doppel  für sich zu entscheiden. Die Burghausener setzten klar auf ihr 1. Doppel mit ihren Spielern 1 und 2 der Meldeliste. Doch so klar wie erwartet war letztlich das Ergebnis von 6:4 und 6:2 gegen Göllner/Schmitt nicht. Sehr schnell zu Ende war das zweite Doppel, in dem Tattermusch/Strickroth mit 6:1 und 6:3 der Doppelpaarung Männer/Otter deutlich überlegen waren.

Zu einem echten Krimi entwickelte sich das dritte Doppel. Der erste Satz verlief bis zum Spielstand von 5:5 komplett ausgeglichen. Ein Break genügte dem Burghausener Doppel Sandbichler/Remböck dann, um den ersten Satz für sich zu entscheiden. Im zweiten Satz konnten sich Witzlinger/Starke aber in gleicher Form revanchieren und gewannen nach ihren Break zum 5:4 den Satz mit 6.4. Im alles entscheidenden Matchtiebreak nahm dann Moritz Starke das Heft in die Hand. Immer wieder ging er am Netz entscheidend in die Bälle der Gegner hinein und schnell hieß es 9:3 für ihn und seinen Partner. Zwei Matchbälle konnten sie nicht verwandeln, aber dann gelang erlösende Punkt zu 10:5 und der kaum für möglich gehaltene erste Sieg des TC Bamberg in der Regionalliga.

Am Sonntag musste die Mannschaft dann zum TC Amberg am Schanzl, einem der drei punktgleich führenden Clubs in der Tabelle. Mit dem Sieg des Vortages im Rücken ging man gestärkt in die Matches. Aber nur Erik Witzlinger konnte einen Sieg für sich verbuchen. Wiederum im Matchtiebreak und mit 10:8 denkbar knapp sicherte er sich und dem TC Bamberg einen Matchpunkt. Ebenfalls denkbar knapp verlor Patrick Schmitt an Position 3 sein Einzel gegen den mit ATP-Ranking ausgestatteten Sebastian Wagner nach gewonnenem erstem Satz erst im Matschtiebreak mit 7:10. Leider brachte wie bereits am Samstag eine strittige Schiedsrichterentscheidung den Bamberger auf die Verliererstraße.

An Position 1 und 2 hatten die Amberger ihre Tennisprofis Jan Hajek (ATP 460) und Thomas Brunner (ATP 458) aufgeboten. Sowohl Andi Tattermusch als auch Stefan Göllner wehrten sich nach Kräften, mussten die Überlegenheit ihrer Gegner aber mit Ergebnissen von 4:6/3:6 und 4:6/2:6 anerkennen. Moritz Starke hatte nach dem kräfteraubendem Doppel des Vortages seinem tschechischen Gegner nur wenig entgegen zu setzen. 2:6 und 1:6 hieß es am Ende.

Bei den Doppeln kam dann Christian Struckmeier erstmals in dieser Saison zu einem Einsatz. Zusammen mit Marcel Strickroth bestritt er das 3. Doppel gegen die Paarung Vögeli/Vogel. Mit viel Selbstbewusstsein ausgestattet gelang es ihm, beide Sätze lange sehr ausgeglichen zu gestalten, ein Sieg war ihm aber ebenso wenig vergönnt, wie den beiden anderen Bamberger Doppeln.  Das Gesamtergebnis von 1:8 spiegelt -wie auch schon bei den ersten 4 Begegnungen- nicht wirklich den Verlauf der Spiele wieder.

Am kommenden Samstag ab 11 Uhr kommt es jetzt auf der Tennisanlage zu dem ultimativen Spiel gegen den Freiberger HTC. Die Mannschaft hat bisher keines seiner Spiele und auch kein einziges Match gewinnen können. Ein Sieg des TC Bamberg würde die Möglichkeit schaffen, auch die nächste Saison in der Regionalliga anzutreten. Doch so einfach wie die Papierform es erscheinen lässt, wird die Begegnung nicht zu gewinnen sein. Die Spieler des TCB hoffen deshalb auf viel Unterstützung durch das heimische Publikum. In Erwartung vieler Fans werden die Top-Spiele an diesem Tag auf dem großen Centercourt ausgetragen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0