Jan Mertl setzte sich ungefährdet durch - Finale verlief einseitig und war von kurzer Dauer

Zuschauer, die sich nach ausgiebigem Sonntagsmahl etwas verspätet gegen 13.30 Uhr im TennisCenter Hambach einfanden, hatten bereits den ersten Satz verpasst. Der Prager Jan Mertl, im Viertelfinale und Halbfinale hart gefordert, hatte einen geruhsamen Finaltag und wurde für die Schwerarbeit in den zuvor bestrittenen Matches mit einem Schnelldurchgang im Endspiel entschädigt. Zu groß war der Leistungsunterschied zwischen der Nummer 252 der Weltrangliste und dem exakt zweihundert Plätze dahinter auf Nummer 452 rangierenden Südfranzosen Yannick Jankovits, der dem Druck des Tschechen in keiner Phase des Spiels gewachsen war und sein zuvor gezeigtes Potential nie abrufen konnte.

Break für Mertl gleich zu Beginn, zweites Break zum 4:0, dann schneller Satzgewinn mit 6:2. Im zweiten Satz hofften die erfreulich zahlreich erschienenen Zuschauer auf einen umkämpfteren Verlauf, die Realität war aber eine Kopie des Auftaktsatzes. Wiederum schnell zwei Breaks, erst bei 0:4 konnte Jankovits, der sein Debakel mit mediterraner Gelassenheit hinnahm, wieder ein Aufschlagspiel gewinnen. Damit waren seine zählbaren Erfolgserlebnisse aber ausgeschöpft, nach 55 Minuten Matchdauer war das Finale von 2014 beendet, Jan Mertl stand als 6:2, 6:1 – Sieger fest. Der beim TC Rot-Weiß Erfurt in der obersten deutschen Spielklasse antretende sympathische Tscheche, der zuvor auch schon in Diensten des 1.FC Nürnberg stand, bestätigte eindrucksvoll seine Ausnahmestellung in diesem Turnier, das hinsichtlich Leistungsdichte wohl so gut besetzt war wie nie zuvor.

 

Guter, zügiger Ablauf dank spieler- und zuschauerfreundlicher Spielpläne des Supervisors Knut Graebner, Flair von großem Tennis durch Livestream-Übertragung, lobenswerter Einsatz von Ballkindern und Linienrichtern an den letzten beiden Tagen waren weitere herauszustellende Charakteristika dieser Veranstaltung. Turnierdirektor Thomas Heil zog eine positive Bilanz, dankte den Sponsoren und den zahlreichen Helfern unter den Mitgliedern der SG Dittelbrunn und weckte Vorfreude auf die nächsten Dittelbrunn Open im Jahre 2015, denen man vielleicht eine weniger dauerhaft schöne Wetterlage und damit steigende Zuschauerzahlen wünschen sollte.

 

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