Turnierbewertung Tie-Break-Turnier Buroberbach

Mit Lokalmatadorin Natali Gumbrecht und der ehemaligen Nr.55 der Weltrangliste Daniel Koellerer setzten sich beim TBT 2014 die Turnierfavoriten durch. Wir waren natürlich wieder zu Besuch und haben das Turnier etwas näher unter die Lupe genommen.


Hier unsere Bewertung zum TBT 2014

Turnierkonzept:

Die Tie-Break-Spielweise ist sehr attraktiv für Zuschauer und Spieler. Kein Spiel dauerte länger als 30 Minuten. Jeder Spieler hatte 6 Matches, jede Spielerin 4 Matches zu bestreiten. Insgesamt waren 16 Herren und 8 Damen am Start. Durch diese Vielzahl an Matches war von 09.00 Uhr – 19.00 Uhr Hochbetrieb auf der Anlage der Tennisabteilung des FC/DJK Burgoberbach. Dieses Konzept eignete sich hervorragend für ein Tagesturnier und ist eine tolle Abwechslung im Turnieralltag.


Spieler/innen:

Besonders die Meldeliste der Herrenkonkurrenz bietet eine sehr hohe Attraktivität. Der Turnierdirektor Thomas Appel schafft es mit großer Zuverlässigkeit jedes Jahr 4 Topspieler nach Burgoberbach zu holen um die er ein Feld mit jungen, bekannten und regionalen Spielern aufbaut. In diesem Jahr schlugen Ivo Klec (ATP 332), Daniel Koellerer (ATP Best Ranking 55), Daniel Uhlig (FCN 2.Tennisbundesliga) und Philipp Piyamongkol (TC Hof LK 1) als Topspieler auf. Durch die Setzung in 4 verschiedene Gruppen ist es eigentlich immer garantiert, dass mindestens 2 der Topspieler auch noch im Halbfinale vertreten sind. Viele der jungen fränkischen Tennisspieler haben eine Leistungsstärke von LK 2-5 und konnten besonders in der Vorrunde sehr gut mitspielen. Die Damenkonkurrenz ist mit weniger Preisgeld ausgeschrieben und auch traditionell zum Herrenfeld schwächer besetzt. Trotzdem bieten die Spielerinnen zwischen LK 1-10 sehenswertes und spektakuläres Tennis. Eine absolute Topspielerin wie im Herrenfeld mit z.B. Koellerer und Klec gibt es aber nicht. Dies ist aus unserer Sicht aber auch nicht nötig. Topspieler/innen werden sicherlich nur mit einem Handgeld neben dem Preisgeld aufschlagen weshalb man sich auch hier aufgrund des Interesses der Zuschauer weiterhin auf die Herrenkonkurrenz konzentrieren sollte.


Rahmenprogramm:

Mit der Playersparty und einer Verlosung mit einzigartigen Preisen bietet das Turnier ein gutes Rahmenprogramm. Das Gewinnspiel sollte aber in Zukunft mindestens 2-3 mal über die Lautsprechanlage beworben werden. Häufig hörte man von Zuschauern, dass ihnen die attraktiven Preise gar nicht bekannt waren.


Essen & Trinken:

Auch im Vergleich mit anderen Turnieren ist die Verpflegung auf dem TBT sehr gut. Besonders die Schnitzel sollte man sich nicht entgehen lassen.


Eintrittspreis:

Der Eintrittspreis liegt bei 3€ und beinhaltet ein Los für die Tombola. Es gibt die Möglichkeit weitere Eintrittskarten zukaufen um bessere Chancen bei der Tombola (VIP TICKETS für Tennisturniere, halbe Sau uvm.) zuhaben. Wenn man die Attraktivität des Turnieres mit dem Eintrittspreis vergleicht verkauft sich das Turnier deutlich unter Wert. Das TBT Burgoberbach bietet aus unserer Sicht mindestens die Qualität und vor allem die Spannung eines Finaltages bei einem Future-Turnier oder der 1.Runde bei einem Challenger. Dort liegen die Eintrittspreise in der Regel zwischen 5 – 12€.

 

Öffentlichkeitsarbeit:

Das Turnier besticht mit einer sehr gut aufgebauten Turnierhomepage und einer aktuellen Facebookseite. Wünschenswert wären aus unserer Sicht noch die Ergebnisse auf der Homepage.


Zuschauer:

Das Turnier war bereits ab der Vorrunde sehr gut besucht. Dies ist besonders bemerkenswert wenn man den aktuellen Stellenwert des Tennissports in Franken berücksichtigt. Sicherlich haben auch in diesem Jahr über den Tag verteilt 700 – 1.000 Fans das Turnier besucht.

 

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