Vorschau 9. Dittelbrunn-Open 2014 - Das Tor zur Weltelite

Öfters schon waren die Dittelbrunn Open für die jüngere Tennisgeneration ein Meilenstein auf dem Weg in die Weltspitze. So zieren Namen wie Daniel Brands, Dustin Brown, Beniot Paire und auch Peter Gojowzcyk die Teilnehmerlisten vergangener Turniere und tummeln sich zwischenzeitlich unter den Top 100 der Weltrangliste. Es waren bis auf eine Ausnahme nicht immer nur Spieler, die sich am Ende auch in die Siegerliste eintragen konnten. Ansporn genug für das BTV Draft Team der „adidas tennisbase“ aus Oberhaching in Hambach aufzuschlagen. „Ein wichtiges Turnier im Jahreskalender der jungen Bayerischen Spieler“ so eine der Botschaften des BTV Cheftrainers Stefan Eriksson im vergangenen Jahr.

Spieler 2014 Angeführt wird die Riege von Johannes Härteis, der seine Teilnahme dem Turnierdirektor bereits beim Nürnberger Versicherungscup signalisiert hat. Er liebt den Hallenbelag im Tennis Center Hambach und spielt gerne hier, da er mit diesem Turnier nur gute Erinnerungen verbindet und Hambach direkt vor der Haustüre seiner fränkischen Heimat liegt. Auch Kevin Krawietz wird antreten, soweit er nicht, wie im vergangenen Jahr, die Sandplatzsaison um einige Wochen verlängert. Bleibt noch Maximilian Marterer, der 2012 erst im Halbfinale gegen den späteren Sieger Neil Pauffley nach drei hart umkämpften Sätzen ausgeschieden ist. Ergänzen werden das Feld der bayerischen Nachwuchscracks vermutlich Hannes Wagner der im vergangenen Jahr im Viertelfinale nach gewonnenem zweiten Satz knapp am Titelverteidiger scheiterte und Daniel Baumann.

 

Die spannendste Frage wird sein, ob der zweifache Sieger Neil Pauffley das Triple anstrebt und erneut in Hambach meldet. Die Zeichen stehen gut, da sein aktuelles Ranking mit Position 566 keine Chance bietet, bei einem höherwertigen Turnier aufzuschlagen. Auch in seiner Erfolgshistorie spielt Hambach mit zwei von drei Titeln eine maßgebliche Rolle. Es lohnt sich also, die Punkte zu verteidigen.

 

Als weiteren Stammgast aus der Region erwarten wir Matthias Wunner, der 2013 sogar bis in das Halbfinale vordringen konnte und in diesem Jahr dem Zweitligakader des 1.FC Nürnberg angehört. Auch die Zweitligaspieler des SC Uttenreuth und des TC Amberg am Schanzl werden die Gelegenheit wahrnehmen. Dennis Bloemke, Jan Zietsmann und Christopher Aumüller sind in Hambach nicht unbekannt.

 

Wer die Liste der Local Heroes anführt dürfte offen sein. Fabian Knüttel, der von der TG Schweinfurt in das Regionalligateam von Weiß Blau Würzburg gewechselt hat, dürfte eine Wild Card des Veranstalters für die Qualifikation sicher sein. Der Rest ist offen. Natürlich sollte auch Nicolas Kramer und Alexander Masur, dem Eigengewächs aus Dittelbrunn, eine Möglichkeit zur Teilnahme eröffnet werden.


Von Dittelbrunn zum Davis Cup nach Nancy


Der Tenniszirkus schreibt seine eigenen Geschichten. Eine davon ist die von Peter Gojowczyk der gegen Ende des Jahres 2009 nach längerer Verletzungspause bei den Dittelbrunn Open seinen Wiedereinstieg in den Profi Circuit startete.

Der Dachauer war zu dieser Zeit einer von vielen hoffnungsvollen Talenten aus den Geburtsjahrgängen 1989/90 deren Potential durchaus in Richtung TOP 100 der Weltrangliste zeigte. Als damals 20-jähriger war er bei seinem Auftritt in Hambach nur Insidern bekannt. In einem spannenden Finale bezwang er den zwischenzeitlich im Jahr 2013 unter die besten 25 der Weltrangliste vorgestoßenen Benoit Pair aus Frankreich in zwei Sätzen mit 6:4, 6:4 und bestätigte seinen Anspruch, auf der Tour weiter nach vorne zu kommen. Der aktuelle Stand seiner bisherigen Erfolgsstory ist nun auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Über die Ende des Jahres 2009 erreichte Position 392 hat er sich nach einem durchwachsenen Folgejahr bis Ende 2013 auf Position 162 vorgearbeitet und stand am Anfang dieses Jahres auf Platz 99 der Weltrangliste.

Der Triumph bei den Dittelbrunn Open 2009 ist einer von insgesamt 9 Turniersiegen auf der Tour. Zuletzt war Peter Gojowczyk 2014 bei den Heilbronn Open, einem Turnier der Challenger Serie, erfolgreich.

 

Das sportlich herausragende Ereignis seiner bisherigen Laufbahn war allerdings der Einsatz im Viertelfinale des Davis Cups vom 04. bis 06. April dieses Jahres gegen Frankreich. Im Palais des Sports Jean Weille in Nancy bezwang er am ersten Tag sensationell Jo-Wilfried Tsonga im fünften Satz mit 5:7, 7:6, 3:6, 7:6 und 8:6. Er sorgte damit für den überraschenden Zwischenstand von 2:0 für Deutschland. Das Ende ist bekannt und das deutsche Team musste sich am dritten Tag den hervorragend aufgelegten Franzosen mit 2:3 geschlagen geben.


Text & Bild: Dittelbrunn Open 2014


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