TiF-Fanreporter NÜRNBERGER Versicherungscup Licht und Schatten am Valznerweiher von Matthias Wax

Der Turniermittwoch beim Nürnberger Versicherungscup stand ganz im Zeichen der deutschen Akteure. Dabei konnten einige überzeugen, während andere leider unter ihren Möglichkeiten blieben. Begonnen hat der Tag mit der Doppelpartie Grönefeld/Lottner gegen Olaru/Peer. Die mit Doppelfehlern gespickte Partie fing aus deutscher Sicht erfreulich an, da sich Grönefeld/Lottner früh ein Break sichern konnten und im 1. Satz mit 4:2 in Führung gingen.

Danach mehrten sich jedoch die Fehler im deutschen Doppel. Vor allem die nervös wirkende Antonia Lottner konnte nur selten ihr vorhandenes Talent zeigen. Nachdem der erste Satz noch mit 4:6 verloren ging fanden die beiden Deutschen auch nicht mehr wirklich ins Spiel. Lediglich beim Stand von 1:5 im 2. Satz wurden die beiden mit dem Mute der Verzweiflung offensiver und verkürzten so nochmal auf 3:5. Dies blieb jedoch Ergebniskosmetik, da das nächste Spiel zum 3:6 wieder verloren wurde.

Anschließend schlug die Topgesetzte Angelique Kerber am Center Court gegen die Nachwuchshoffnung Anna-Lena Friedsam auf. Den ersten Satz holte sich Kerber gegen die offensiv agierende Friedsam souverän mit 6:2. Im zweiten Satz konnte die junge Friedsam ihre Fehler reduzieren, während Kerber, immerhin die Nummer 9 der Welt, immer mehr Probleme mit dem druckvollen und aggressiven Spiel ihrer Gegnerin bekam. Der enge zweite Satz wurde jedoch deutlich mit 7:0 für Kerber im Tiebreak entschieden. Ein Grund dafür, dass Friedsam nicht den 3. Satz oder eine Überraschung erreichen konnte, lag sicher darin, dass sie nicht mal jeden 4. Punkt beim 2. Aufschlag gewann. Dies unterscheidet sie noch von den Top 50 Spielerinnen, die hier in der Regel eine höhere Quote aufweisen.

 Als nächstes trat Dinah Pfizenmaier gegen die Französin Caroline Garcia an. Die junge Deutsche kämpfte in der Nachmittagssonne tapfer gegen die deutlich besser platzierte Garcia, musste sich nach über 2,5 Stunden jedoch mit 5:7 7:5 und 6:3 geschlagen geben. Auch hier war das aggressive Spiel Pfizenmaiers in den entscheidenden Situationen zu fehleranfällig.

Zum Abschluss stand nochmal ein deutsches Duell zwischen Mona Barthel und Annika Beck auf dem Plan. Bis spät in den Abend hinein spielten beide offensives Tennis, wobei Barthel in den entscheidenden Phasen die Punkte machte. So gewann sie den ersten Satz gegen die favorisierte Beck mit 6:2. Der 2. Durchgang verlief etwas ausgeglichener, jedoch setzte sich auch hier schließlich die besser aufschlagende Barthel mit 6:4 durch.

Da Kristina Barrois mit ihrer Doppelpartnerin Eleni Danilidou aus der Doppelkonkurrenz gegen das Topgesetzte Doppel Huber/Raymond ausgeschieden ist, stehen insgesamt über beide Wettbewerbe mit Kerber und Barthel nur noch zwei Deutsche im Viertelfinale.

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