Neil Pauffley verteidigte seinen im Vorjahr errungenen Titel durch Dreisatz – Sieg gegen Adrian Sikora

Zahlreiche knappe Ergebnisse im qualitativ gut besetzten Hauptfeld

 

Mit der erfolgreichen Titelverteidigung durch den Vorjahrssieger gab es ein Novum in der nun achtjährigen Geschichte der Dittelbrunn Open. Der sympathische Engländer Neil Pauffley aus London, Nummer zwei der Setzliste, stand dem Top-Gesetzten, Adrian Sikora aus der Slowakischen Republik, gegenüber. Nach beiderseits nervösem Beginn mit Break und Rebreak  und zahlreichen Fehlern entwickelte sich ein ausgeglichener erster Satz. Bei 6:5 für Sikora  wurde Pauffley von seinem Aufschlag im Stich gelassen, das führte zum 5:7-Satzverlust. Wie schon in drei seiner bisherigen vier Matches musste der Brite einem Satzverlust hinterherlaufen.

Zu Beginn des zweiten Satzes spielte Sikora stark, wollte wohl die Entscheidung erzwingen. Pauffley hielt dagegen, zwang seinen Gegner immer wieder in längere Ballwechsel und punktete mit scharfen Vorhandschlägen oder winklig gespielten Rückhand-Crossbällen. Bei 2:2 schaffte er das erste Break, dann bei 4.2 das zweite und damit die Voraussetzung für den mit 6:2 erreichten Satzgleichstand. Wer nun einen heiß umkämpften Entscheidungssatz erwartet hatte, wurde enttäuscht, denn Pauffley steigerte sich nun zu einer überzeugenden Leistung, war der dominierende Mann auf dem Platz und gestattete dem am Ende resignierenden Slowaken keinen Spielgewinn mehr. 5:7, 6:2, 6:0 – eine verdiente Titelverteidigung, die im nächsten Jahr eine Neuauflage erleben könnte, da der vom Hambacher Turnier recht positiv  beeindruckte Londoner auch im nächsten Jahr wiederkommen möchte. Insgesamt waren die achten Dittelbrunn Open von harten Kämpfen im Hauptfeld gekennzeichnet; von insgesamt 31 Matches gingen 19 über drei Sätze. Außer im Premierenjahr 2006 gab es noch nie in der Vergangenheit ein Dreisatz-Finale, in diesem Jahr war das geradezu Pflicht, da Pauffley alle seine Spiele in drei Sätzen gewann. BTV-Vizepräsident Thomas Heil lobte bei der Siegerehrung den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer der SG Dittelbrunn, ohne die so ein Turnier nicht durchführbar ist. Auch die Zuschauerresonanz wurde positiv hervorgehoben. Der Einsatz von Linienrichtern und Ballkindern verlieh dem Finale zusätzliches Flair. All dies veranlasste den Turnierdirektor zu der Einschätzung, die seit langem besten Dittelbrunn Open erlebt zu haben.  

 

V. i. S. d. P.

Dr. Werner Kisan Tenniszentrum in Franken e.V.

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