SCU-Coup im Franken-Derby

Viel Gefühl: Dennis Bloemke (SCU) gewann mit 7:6/6:3 gegen Nürnbergs Franzosen Pierre-Hugues Herbert.
Viel Gefühl: Dennis Bloemke (SCU) gewann mit 7:6/6:3 gegen Nürnbergs Franzosen Pierre-Hugues Herbert.

(05.08.2013)  Jubel in Uttenreuth, bittere Pille für den 1. FC Nürnberg: Die Liga-Neulinge vom SCU konnten das erste fränkische Derby in der Zweiten Bundesliga am Valznerweiher fast sensationell mit 5:4 für sich entscheiden.

Die große Überraschung zeichnete sich bereits in der ersten Einzelrunde ab, als der Aufsteiger aus der 4.900-Seelen-Gemeinde alle Partien gewann und mit 3:0 in Führung ging. Dabei war der 1. FCN, der einem Derby-Sieg hohe Priorität eingeräumt hatte, mit der in dieser Saison nominell stärksten Aufstellung angetreten. Der Ärger der Club-Akteure spiegelte sich auch in drei zerhackten Schlägern wider. In der zweiten Einzelrunde ließen die Hausherren den Gästen aus Uttenreuth dann kaum Chancen und glichen mit drei souveränen Siegen zum 3:3 aus.

Die Entscheidung fiel schließlich im Dreier-Doppel, das bis zum letzten Ballwechsel auf Messers Schneide stand. Die Gästeakteure Mergea/Stenger konnten gegen Kindlmann/Uhlig einen Satzrückstand ausgleichen, ließen im Match-Tiebreak eine 9:5-Führung ungenutzt, sorgten aber dann mit dem 11:9 doch für den umjubelten Sieg des SC Uttenreuth, der die Partie mit einer großen Fan-Gemeinde fast zum Heimspiel machte. Damit dürften beide Teams (derzeit mit 4:8 Punkten gleichauf) auch im nächsten Jahr der Zweiten Bundesliga angehören - und die fränkischen Tennis-Fans sich auf ein weiteres Regional-Derby freuen.

Die Ergebnisse: Beck - Decoud 6:1/3:6/10:1, Herbert – Bloemke 6:7/3:6, Arnaboldi – Zietsman 6:0/6:2, Kindlmann – Mergea 6:7/4:6, Vinciguerra – Aumüller 6:3/6:1, Uhlig – Stenger 4:6/6:1/4:10, Herbert/Arnaboldi – Decoud/Zietsman 3:6/4:6, Beck/Vinciguerra – Bloemke/Aumüller 5:7/6:2/10:6, Kindlmann/Uhlig – Mergea/Stenger 6:4/1:6/9:11.

Christian Treffer/BTV

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