Federer gewinnt Dreisatz-Krimi gegen Mayer

Roger Federer (foto: hasenkopf)
Roger Federer (foto: hasenkopf)

bet-at-home Open in Hamburg: Roger Federer schlägt Florian Mayer 7:6, 3:6 und 7:5 / Tommy Haas unterliegt Fabio Fognini


(20.07.2013)  Was für ein Fight – unter dem Flutlicht des Hamburger Center Courts schenkten sich Roger Federer und Florian Mayer im Viertelfinale rein gar nichts. Beide kämpften unter frenetischen Beifall der begeisterten Zuschauer knapp zwei Stunden lang, ehe die ehemalige Nummer eins der Welt seinen ersten Matchball zum 7:6(4), 3:6 und 7:5 verwandelte. „Es war eine tolle Stimmung. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass die Leute so lange dableiben. Dafür ein dickes Dankeschön“, zeigte sich Federer nach dem Match angetan. Und es war wirklich ein echter Krimi, in dem beide Spieler immer wieder wahnsinnige Slicebälle so flach über das Netz zirkelten, das kein Papier mehr zwischen Ball und Netz gepasst hätte.
 
Der Superstar aus der Schweiz machte auch in seinem dritten Match bei den bet-at-home Open ungewohnt viele Fehler und Mayer zeigte sich besonders in den kritischen Situationen nervenstark. Die logische Konsequenz war ein dritter Satz. „Florian hat wirklich gut gespielt, es war ein tolles Match mit vielen langen Ballwechseln. Es hat Spaß gemacht heute zu spielen.“ Im elften Spiel im dritten Satz kam es zu einem Kuriosum – der Schiedsrichter sagte anstatt 0:40 und drei Breakbälle für Federer, 15:30 an. Das Publikum zählte besser mit und machte den Schiedsrichter lautstark auf seinen Fehler aufmerksam. Der korrigierte. Der Schweizer ließ sich davon aber nicht beirren und holte sich das entscheidende Break zum 6:5. „Beim Break zum 6:5 hat Roger unglaublich gespielt. Ich habe meine Chancen am Anfang des dritten Satzes liegen lassen und bin deshalb sehr gefrustet“, fasste Mayer das Match enttäuscht zusammen. Die Nummer eins des Turniers setzte sich beim anschließenden Seitenwechsel nicht mal hin, so voller Adrenalin war er. Federer servierte das Match schließlich souverän nach Hause und holte sich die Standing Ovations des Publikums ab, die aber auch einem bärenstarken Florian Mayer galten.
 
Haas scheitert an Fognini
 
Schade, Tommy! Für den deutschen Publikumsliebling war leider dieses Jahr im Viertelfinale der bet-at-home Open Endstation. Wie schon eine Woche zuvor in Stuttgart war der Italiener Fabio Fognini beim 2:6 und 4:6 zu stark. An der mangelnden Unterstützung des  Publikums kann es jedenfalls nicht gelegen haben. Die 7500 Fans auf dem ausverkauften Center Court  feuerte den Hamburger schon im dritten Spiel mit „Auf geht´s Tommy“-Rufen an. Aber es ging am Anfang nur für Fognini nach vorne. Der ließ Haas immer wieder laufen und profitierte dabei von der fehlenden Länge in den Schlägen der Nummer elf der Welt  und den zahlreichen einfachen Fehlern des Deutschen.

Bericht/BTV

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